Oberflächen-behandlung in Kooperation

Ein Bauteil kann noch so präzise gefertigt sein – in vielen Anwendungen entscheidet am Ende auch die Oberfläche darüber, wie zuverlässig und dauerhaft es seinen Dienst erfüllt. Denn sobald ein Werkstück mit Feuchtigkeit, Chemikalien, Reibung, hohen Temperaturen oder anderen Umwelteinflüssen in Berührung kommt, entstehen Anforderungen, die über die reine Maßhaltigkeit hinausgehen. Genau hier kommt die Oberflächenbehandlung ins Spiel.

Je nach Werkstoff und späterem Einsatz kann eine gezielte Behandlung der Oberfläche unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Sie kann beispielsweise dem Korrosionsschutz dienen, die Verschleißbeständigkeit erhöhen, die Reibung beeinflussen oder das Bauteil gegenüber bestimmten äußeren Einflüssen widerstandsfähiger machen. In anderen Fällen steht eine gleichmäßige, saubere oder optisch hochwertige Oberfläche im Vordergrund.

Welche Behandlung sinnvoll ist, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Ein Bauteil, das dauerhaft in einer trockenen Maschine eingesetzt wird, hat andere Anforderungen als eine Komponente, die Feuchtigkeit, Kühlmedien oder chemischen Einflüssen ausgesetzt ist. Ebenso spielt es eine Rolle, ob Flächen später gegeneinander laufen, ob bestimmte elektrische Eigenschaften erhalten bleiben müssen oder ob besonders enge Passungen vorhanden sind.

Abhängig von Werkstoff und Anwendungsbereich kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Dazu können beispielsweise Beschichtungen, galvanische Verfahren, chemische Behandlungen oder andere technische Oberflächenverfahren gehören. Auch vorbereitende oder ergänzende Bearbeitungsschritte können notwendig sein, damit am Ende die gewünschten Eigenschaften erreicht werden.

Da nicht jedes dieser Verfahren direkt bei uns im Haus durchgeführt wird, arbeiten wir in diesem Bereich mit entsprechenden Kooperationspartnern zusammen. Für unsere Kunden bedeutet das: Das benötigte Bauteil kann zunächst passend gefertigt und anschließend – sofern gewünscht und technisch sinnvoll – der entsprechenden Oberflächenbehandlung zugeführt werden.

Der Vorteil liegt vor allem in der Abstimmung der einzelnen Arbeitsschritte. Denn eine Oberflächenbehandlung sollte möglichst bereits bei der Fertigung des Bauteils berücksichtigt werden. Je nach Verfahren können beispielsweise Schichtstärken entstehen, die bei Passungen, Bohrungen oder anderen maßkritischen Bereichen eine Rolle spielen. Wird das von Anfang an berücksichtigt, können Fertigung und anschließende Behandlung besser aufeinander abgestimmt werden.

Das gilt besonders für individuell gefertigte Komponenten. Hier gibt es häufig keine Standardlösung nach dem Motto „eine Beschichtung passt für alles“. Werkstoff, Geometrie, spätere Beanspruchung und gewünschte Eigenschaften müssen gemeinsam betrachtet werden, um ein geeignetes Verfahren auszuwählen.

So entsteht aus einem präzise gefertigten Werkstück ein Bauteil, dessen Oberfläche ebenfalls auf seinen späteren Einsatz vorbereitet ist. Die CNC-Fertigung sorgt für die richtige Geometrie – die passende Oberflächenbehandlung kann anschließend dafür sorgen, dass diese Präzision auch unter den jeweiligen Einsatzbedingungen möglichst lange erhalten bleibt.

Und weil unterschiedliche Verfahren unterschiedliches Fachwissen und entsprechende technische Anlagen erfordern, setzen wir hierbei bewusst auf Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern. So können Fertigung und Oberflächenbehandlung sinnvoll miteinander kombiniert werden, ohne dem Kunden für jeden einzelnen Arbeitsschritt eine komplett neue Anlaufstelle abzuverlangen.