Lamellenbänder

Lamellenbänder werden eingesetzt, wenn sehr hohe elektrische Ströme übertragen werden müssen, eine starre Verbindung zwischen zwei Bauteilen aber nicht sinnvoll oder sogar problematisch wäre. Besonders in Schweißanlagen und anderen Hochstromanwendungen müssen elektrische Verbindungen einiges aushalten: hohe Stromstärken, Wärme, mechanische Belastungen und teilweise auch Bewegungen oder Vibrationen innerhalb der Anlage. Genau für solche Anforderungen sind Lamellenbänder ausgelegt.

Der entscheidende Unterschied zu einem massiven Kupferleiter liegt in ihrem Aufbau. Ein Lamellenband besteht aus mehreren dünnen Kupferlamellen, die zu einem gemeinsamen Leiterpaket zusammengefügt werden. Dadurch entsteht eine große leitfähige Fläche, während die Verbindung gleichzeitig eine gewisse Beweglichkeit behält. Das Lamellenpaket kann Bewegungen und geringe Lageveränderungen zwischen den angeschlossenen Komponenten aufnehmen, ohne dass dafür auf eine leistungsfähige Stromübertragung verzichtet werden muss.

Gerade bei hohen Strömen ist eine möglichst zuverlässige Verbindung besonders wichtig. Kupfer besitzt eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit und eignet sich deshalb hervorragend für solche Anwendungen. Gleichzeitig muss die beim Betrieb entstehende Wärme berücksichtigt werden. Der Aufbau, die Dimensionierung und – abhängig von der jeweiligen Anwendung – auch die Kühlung des Lamellenbandes tragen dazu bei, die thermische Belastung kontrollierbar zu halten und einen zuverlässigen Betrieb der Anlage zu ermöglichen.

Auch die Anschlussbereiche spielen eine wichtige Rolle. Die einzelnen Lamellen werden an den Enden zu stabilen Anschlussflächen zusammengeführt, über die das Lamellenband mit den entsprechenden Komponenten der Maschine verbunden werden kann. Form und Ausführung dieser Anschlüsse richten sich nach der vorhandenen Einbausituation und können entsprechend angepasst werden.

Da Maschinen und Schweißanlagen sehr unterschiedlich aufgebaut sind, gibt es beim Lamellenband nicht die eine Ausführung für jede Anwendung. Länge, Breite, Querschnitt, Anzahl und Stärke der Lamellen sowie die Anschlussgeometrie können passend zur jeweiligen Aufgabe gefertigt werden. Auf diese Weise lässt sich die elektrische Verbindung genau auf Strombelastung, Platzverhältnisse und mechanische Anforderungen der jeweiligen Anlage abstimmen.